Familie auf Kreuzfahrt

Eine Kreuzfahrt ist längst nicht mehr nur für Senioren

Auf der Kreuzfahrt wird die ganze Familie zu Abenteurern

Ferien Kreuzfahrten boomen nach wie vor. Das Angebot an Kreuzfahrten wird immer breiter und ist auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet – darunter auch Familien.

Gerold Brütsch-Prévôt

Gerold Brütsch-Prévôt

Früher waren die Kreuzfahrt-Passagiere fast ohne Ausnahme über 50 Jahre alt und suchten in erster Linie Ruhe und Erholung in einem – je nach Budget – mehr oder weniger luxuriösen Rahmen. Diese Vorstellung gehört der Vergangenheit an. Den grössten Anteil haben zwar auch heute noch die 40- bis 50jährigen, doch die Passagiere werden nicht nur immer mehr, sie werden auch immer jünger.

Das liegt auch an den auf bestimmte Zielgruppen ausgerichteten Angeboten. Neben den Kreuzfahrten, die von verschiedenen Schlagersternchen begleitet werden, gibt es jetzt auch Heavy-Metal im Angebot. Und statt die Wiener Philharmoniker singt zum Captains-Dinner auch mal ein Rapper.
 
MSC Divina cruise ship in Dubrovnik
 
Nach Schätzungen der Branchenexperten dürften im Jahr 2014 rund 130 000 Schweizer und Schweizerinnen auf einer Kreuzschifffahrt dabei gewesen sein. Doch was macht die Kreuzfahrten denn so spannend für Familien? Franziska und Daniel, beide 44, soeben mit ihren zwei Kindern von einer Mittelmeer-Kreuzfahrt wieder auf festen Boden zurückgekehrt, sind total begeistert.

Die Kabinen mit Meerblick und mit einem eigenen, kleinen Balkon, Essen, Trinken alles inklusive, und dann natürlich diese grosse Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten.

«Es ist wirklich so, wie man sich eine Kreuzfahrt vorstellt, wenn man sich die Fernsehserie „Das Traumschiff“ angesehen hat», strahlen sie. «Die Kabinen mit Meerblick und mit einem eigenen, kleinen Balkon, Essen, Trinken alles inklusive, und dann natürlich diese grosse Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten».

Begeistert ist die Familie vor allem davon, dass man in wenigen Tagen viele einzigartige Städte kennenlernen kann. Auf ihrer Fahrt standen Barcelona, Marseille, Valencia und Tunis auf dem Programm. Sie sind sich sicher, dass sie bald eine weitere Kreuzfahrt buchen werden. Die Karibik sei ein tolles Ziel – oder dann Richtung Südamerika.
 
Mutter mit Tochter auf Kreuzfahrt
 

Das Familienschiff

Kreuzfahrten bieten diverse Vorzüge, für Kinder spielt vor allem die Tatsache eine Rolle, dass es nie langweilig werden kann: Befinden sie sich auf dem Schiff, gibt es allerhand zu tun. Liegt das Schiff vor Anker, gibt es allerlei zu sehen. Das macht den Reiz einer Familienkreuzfahrt aus, weiss man zum Beispiel beim Kreuzfahrtexperten Kuoni Cruises: So eignen sich die schwimmenden Holiday-Resorts super für die kleineren Passagiere, wegen der riesigen und vielfältigen Infrastruktur.

Diese bietet – je nach Schiff – Betreuungsangebote, zum Beispiel «Kids-Clubs» für diverse Altersstufen. Das bedeutet überdies, dass auch die Eltern mal für sich Zeit geniessen können, weil die Kinder rasch Anschluss finden und ihren Plausch haben. Während die Kleinen also betreut spielen oder in den Pools und auf den Wasserrutschen toben, können Mütter und Väter Zweisamkeit geniessen.

Günstiger als gedacht

Kreuzfahrten wird häufig nachgesagt, dass sie eher im oberen Preissegment angesiedelt sind. Laut Kuoni Cruises ist das aber eine Fehleinschätzung: Kreuzfahrten für Familien seien im Gegenteil oft sogar sehr preisgünstig. Kinder reisen z.B. bei den Reedereien Costa, MSC, AIDA zu sehr günstigen Kinderfestpreisen – im Zusatzbett mit zwei Vollzahlern. Die Reederei AIDA hat sogar spezielle Jugendfestpreise für Passagiere bis 25 Jahre.
 
Kreuzfahrt Familienkabine
 
Und wie sieht es mit der Unterbringung aus? Auch hier haben Familien die Qual der Wahl. So sind auf den Schiffen zum Beispiel Familienkabinen buchbar. Hier schlafen Eltern mit Kind und Kegel in einer grossen Kabine. Diese Wohnform eignet sich ideal für Familien mit kleineren Kindern. Alternativ lassen sich auch seperate Kabinen mit Verbindungstüren buchen – diese bieten für die Kleinen wie auch für Mama und Papa mehr Privatsphäre, ohne dass man «zu weit weg» voneinander sein müsste.