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Das Spielzeug sollte altersgerecht, sicher und von guter Qualität sein.

Optimales Spielzeug – Für die Entwicklung der Kinder ist Spielen wichtig

Erziehung Spielzeuge sind für die Entwicklung von Kindern unverzichtbar. Sie sorgen dafür, dass der Nachwuchs zum kreativen, selbstbewussten und sozialen Menschen heranwächst.

Miriam Dibsdale

Aus der Forschung ist bekannt: Spielen gehört zur Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Nachwuchses. Es fördert die motorischen, intellektuellen und mitmenschlichen Fähigkeiten, wobei schon vom Baby der Drang zum Spielen ausgeht. Wird die Umgebung mit geeignetem Spielzeug gestaltet, kann ein Kind damit sich und die Welt entdecken und die Zusammenhänge erkennen lernen. So wächst es zu einem kreativen, selbstbewussten und sozialen Menschen heran.

Dabei machen heute noch die gleichen Spielzeuge wie vor 20 Jahren Kasse: Lego, Playmobil, Monopoly, Uno, Barbie, Teddybären, Kugelbahnen, Puzzles und Memorys. Das sagt Sandro Küng vom Spielwaren Verband Schweiz SVS. Nur wie viel Spielzeug ein Kind braucht, lasse sich generell nicht quantifizieren. Er rät: «Das Spielzeug sollte altersgerecht, sicher und von guter Qualität sein. Fachleute wie Remo Largo empfehlen, Kinder bei der Wahl des Spielzeugs miteinzubeziehen.»

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Im ersten Jahr gilt die Regel: Je einfacher das Spielzeug ist, desto besser für das Kind. Laut einer Studie der Uni Bielefeld, bei der je 15 Buben und Mädchen im Alter zwischen 9 und 12 auf die Spielzeugwahl untersucht wurden, findet sich bei den Mädchen eine deutliche Präferenz für typische Spielzeuge wie Puppen und Puppenmöbel, bei den Buben jedoch nicht.

Remo Largo, der erwähnte Schweizer Kinderarzt und Autor von Sachbüchern wie «Babyjahre» oder «Kinderjahre», ist im deutschsprachigen Raum die Autoritätsperson, wenn es um Erziehungsfragen geht. Er sagt:

Das Spiel ist für ein Kind sinnvoll, auch wenn es auf uns Erwachsene oftmals einen aggressiven oder sonst irgendwie negativen Eindruck macht.

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Largo erklärt seine Aussage mit einem Beispiel: Wenn eine Mutter ihrem zehnmonatigen Baby in der Küche einen Holzlöffel, einen Schneebesen und eine kleine Plastikschüssel zum Spielen gebe, hämmere der Nachwuchs mit den Gegenständen auf dem Tisch herum, schlage sie gegeneinander und werfe sie schliesslich immer wieder zu Boden.

Eltern finden dieses Spiel nicht konstruktiv. Doch für Kinder ist es wichtig. Dadurch machen sie sinnvolle Erfahrungen.

Babys, so Largo weiter, lernen die physikalischen Eigenschaften kennen, spüren, wie schwer ein Gegenstand ist, was für eine Grösse, Form und Härte er hat. Deshalb seien Spielsachen aus der Sicht des Kindes nicht nur Dinge aus dem Spielwarenladen, sondern alle Gegenstände, die sich zum Spielen eignen. Sandro Küng vom SVS betont:

Kinder lernen vieles dadurch, dass sie die Erwachsenenwelt imitieren, und deshalb gibt es Spielhandys, Spielzeugautos, Bausteine oder Burgen.

«Neue Entwicklungen in der Spielzeugindustrie sind sogenannte iToys, welche digitale und analoge Spielwaren verbinden wie Apps für mobile Geräte oder sprechende Bilderbücher.»
Aus den Aussagen des emeritierten Professors Largo lässt sich jedoch herauslesen, dass trotz den Entwicklungen der Teddybär nicht ausgedient hat.