Familie mit Smartphones

Tischgespräche gehen unter, doch Kommunikation ist wichtig

Das Aufwachsen mit digitalen Medien erfordert Kommunikation in der Familie

Erziehung Eine Familie beim Frühstück: der Vater liest auf dem iPad, beide Kinder sind während dem Essen mit dem Smartphone beschäftigt, die Mutter schaut müde zu.

SMA

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Heute gehören die digitalen Medien zu unserem Alltag: Der Vater liest Zeitung wie bisher, nur halt auf dem iPad, die Kinder kommunizieren mit Freundinnen und Freunden. Sie nutzen Whatsapp und Co. und nicht mehr den Telefonapparat der Familie im Flur und – ist es nicht bemerkenswert – die Mutter hat für alle Frühstück zubereitet und sorgt dafür, dass die Kinder auf den Schulalltag vorbereitet sind. Ein ideales Bild!

Die digitalen Medien sind weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen. Das Gespräch unter den Familienmitgliedern prägt die Familienidentität und vermittelt den Kindern Werte sowie einen bestimmten Blick auf die Welt. Untersuchungen zeigen, dass in den Familien heute mehr kommuniziert wird.
 
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Durchgehend erreichbar – oder besser nicht?

Die Frage ist, wie diese Kommunikation stattfindet. Whatsapp, Skype und Facetime vernetzen Familienmitglieder, die weiter weg wohnen. Sie sind gut geeignet, um kurze Nachrichten weiterzugeben. SMS und andere Dienste können aber auch missbraucht werden.

Eltern sind permanent mit ihren Kindern verbunden. Sie kontrollieren, wo die Prinzen und Prinzessinnen sich befinden und eilen zur Stelle, falls sie Gefahren wittern. Dadurch verhindern die Eltern, dass Kinder wichtige eigene Erfahrungen machen können und sich selbstwirksam erleben.

Zudem vermitteln diese Eltern ihren Kindern den Eindruck, in einer gefährlichen Welt zu leben. Gute Kommunikation hat aber immer auch mit Begegnungen und Beziehungen zu tun. Emotionen werden sichtbar, können aufgenommen und bearbeitet werden. Es geht darum, gemeinsam etwas zu unternehmen, etwas zu erleben.

Die digitalen Medien können dank Fotos oder Filmen gut zur Dokumentation des Erlebten genutzt werden; der Kreativität werden kaum Grenzen gesetzt. Schreiben am Computer fällt Kindern manchmal leichter und das Lernen von Vokabeln oder das mühselige Üben von mathematischen Reihen kann mit Hilfe von speziellen Lernprogrammen richtig Spass machen.