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Schaffen Sie Geborgenheit im Kinderzimmer und in der ganzen Wohnung

Einrichtung Ist ein Baby unterwegs, können Mütter (und auch Väter) in einen regelrechten Kaufrausch verfallen. Dieser macht auch vor dem Kinderzimmer nicht halt. Doch was braucht es wirklich, damit sich Kinder in ihrem Refugium wohlfühlen?

Matthias Mehl

Matthias Mehl

Die ersten Lebensjahre sind die wichtigsten in einem Menschenleben. Da soll auch die Umgebung inspirierend sein, klar. Aber Designmöbel sind den Kindern vollkommen gleichgültig, sie haben andere Präferenzen. In den ersten Wochen und Monaten zählt lediglich die Geborgenheit. Und wo fühlt sich das Baby wohler als in der Nähe seiner Eltern? Deshalb reicht für die ersten Wochen eine Wiege, die je nachdem vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer oder in den Garten geschoben werden kann. Wenn das Kind mobiler wird, steht dann die Sicherheit an erster Stelle: Sind scharfe Kanten vorhanden? Treppen, die es hinunterfallen könnte? Sobald das Kleinkind ins Spielalter kommt, ist es wichtig, eine praktische
Aufbewahrungsmöglichkeit für die Spielsachen zu finden. Grundsätzlich spielen Kinder nur mit Dingen, die sie sehen. Das gilt es bei der Auswahl der Verstauungsmöglichkeiten zu berücksichtigen. Und Kinder, die sich bereits alleine ankleiden können, freuen sich natürlich über einen Schrank, der im unteren Teil für all die Dinge Platz bietet, die sie alleine aussuchen und anziehen dürfen.

 

Wenn das Kind mobiler wird, steht die Sicherheit an erster Stelle.

 

Schlaf, Kindlein, schlaf

Am besten schläft das Kind, wenn es sich in seinen eigenen vier Wänden wohlfühlt. Sein Bett sollte wegen der Zugluft allerdings nicht zu nahe am Fenster stehen, ausserdem sollte es vom Bett aus die Tür sehen können, um zu wissen, wer den Raum betritt. Ein Baldachin sorgt für Geborgenheit und das Gefühl, sich in eine Höhle zurückziehen zu können. Es lohnt sich übrigens, für Kinder eine neue Matratze anzuschaffen, um Keimen keinen Nährboden zu bieten. Der Matratzenüberzug muss selbstverständlich leicht abziehbar und waschbar sein.

 

Natürlich: Kinder lieben Farben! Aber Einrichtungsexperten sind sich einig, dass die Möbel im Kinderzimmer eher neutral in Weiss oder Naturholz sein sollten, damit mit den Accessoires wie Teppich, Lampen und Bildern gespielt werden kann. Dazu kommt, dass ein neutral gehaltenes Kinderzimmer besser dem Alter des Kindes angepasst werden kann als eines in Grün oder mit typischen Kleinkinder-Sujets. Und nicht vergessen: Die Spielsachen sind bunt und bringen automatisch genügend Farbe ins Reich der Prinzessin oder des Prinzen.

 

Und der Rest der Wohnung?

Der Einfluss der Kleinen auf die Lebensumstände daheim macht indes nicht an der Türschwelle des Kinderzimmers halt. Eltern wissen: Die Kids nehmen meistens die gesamte Wohnung in Beschlag. Schliesslich sind die eigenen vier Wände für sie der allererste Abenteuerspielplatz.

 

Die augenfälligste Veränderung – nebst dem Kinderzimmer – geschieht im Esszimmer. Plötzlich sitzt ein neues Familienmitglied am Tisch. Damit der Nachwuchs das Ritual des gemeinsamen Nachtessens ideal erleben kann, braucht er eine entsprechende Sitzgelegenheit. Sobald die Kleinen aufrecht sitzen können, kann ein Hochsitz am Esstisch angebracht werden. So nehmen die Sprösslinge «auf Augenhöhe» teil am abendlichen Miteinander. Sind sie etwas grösser, kann ein sogenannter «Triptrap» zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um einen Hochsitz mit einer kleinen Leiter, die das Kind selbstständig  erklimmen kann. Kindgerechte (sprich bruchsichere) Teller oder Schälchen sowie stumpfes Essbesteck gehören beim Essen dazu. Nicht fehlen darf zudem ein abwaschbares Tischset sowie ein Latz, schliesslich landet zumindest am Anfang mindestens die Hälfte des Essens entweder auf oder unter dem Tisch, sowie auf der Kleidung. Schnabelbecher erleichtern das Trinken.

 

Nebst dem Kinderzimmer werden sich die Kleinen auch häufig im Wohnzimmer aufhalten. Das heimische Sofa wird zur Kletterwiese. Weil die Beine anfangs noch sehr wacklig sind, müssen Eltern darauf achten, dass im Falle eines Sturzes keine Gefahr besteht, dass sich die Kleinen den Kopf stossen. Wohnzimmertischchen sollten darum immer einen gewissen Abstand zum Sofa haben. Ebenso sollten Steckdosen und Stromkabel möglichst verdeckt sein, bzw. Kabel so verlegt werden, dass die kleinen Hände nicht einfach rankommen. Zierobjekte wie Vasen, Kerzenständer, Bilderrahmen oder schmückende Kleinobjekte sollten ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Gerade in Wohnungen von frischgebackenen Eltern zeigt sich, dass sich das Kinderzimmer praktisch in alle anderen Räumen ausbreitet. Das ist verständlich und absolut in Ordnung, denn das Spielen im Wohnzimmer gibt Eltern die ideale Gelegenheit, eigene Angelegenheiten zu erledigen und dennoch die Sprösslinge im Auge zu behalten. Experten empfehlen aber auch, Spielsachen regelmässig zu verräumen. Sind die Kinder gross genug, kann das gemeinsame Aufräumen ebenfalls zu einem Ritual ausgebaut werden. Dies dient nicht nur der Vermittlung von Ordnung, sondern auch der Sicherheit aller Bewohner. Denn niemand, ob gross oderklein, möchte im Wohnzimmer über Spielzeugautos stolpern. Wer Spielsachen im Wohnzimmer aufbewahren möchte, sollte darum eine Spielzeugschublade einrichten oder eine entsprechende Kiste bereitstellen.