Schlauchboot Familienausflug

Die Schweiz bietet viele actionreiche Ausflugsziele

Familienausflüge an der frischen Luft sorgen für viel Spass

Ferien Outdoor-Spass an der Sonne für die ganze Familie: Baden, Wandern, Action und Geselligkeit – die Schweiz bietet viele abwechslungsreiche Möglichkeiten für einen tollen Tag an der frischen Luft.

Nicolas Bruetsch

Kinder wandern nicht in erster Linie um des Wanderns Willen. Auch nicht wegen der schönen Aussicht auf dem erklommenen Gipfel. Wandern mit Kindern sollte Spass machen, und der Weg sollte darum Highlights bereithalten. Wanderwege, die sich in kleinere Etappen einteilen lassen, sind für Kinder besonders ideal.

Gut geeignete Wanderrouten bieten sogenannte Themenwanderwege oder Naturlehrpfade: Eine bestimmte Anzahl Thementafeln sorgen entlang des Weges für ein abwechslungsreiches und spannendes Erlebnis. An den verschiedenen Stationen warten Quizfragen, Anregungen für Spiele und kleine Wissenshäppchen sorgen für Aha-Erlebnisse.

Naturlehrpfade vermitteln vielfältige Informationen zur Natur und regen zu weiterem Beobachten, Vergleichen und Diskutieren an. Mit der Kombination von «Junioren-» und «Erwachsenentafeln» haben alle Gäste die Möglichkeit, auf Fragen in der unmittelbaren Natur selbstständig und direkt Antworten zu finden.

Rasante Talfahrt

Wie bereits erwähnt: Kindern fällt das Wandern leichter, wenn sie ein Ziel vor Augen haben. Eine Versprechung auf eine rasante Talfahrt ist da genau das Richtige. Statt dass Sie sich nach dem anstrengenden Aufstieg mit der Gondelbahn oder dem Sessellift zurück ins Tal bringen lassen, mieten Sie lieber ein Trottinet, das viele Bergbahnen heutzutage im Angebot haben.

Ob gemütlich, damit genügend Zeit bleibt, um die Landschaft zu bewundern, oder doch lieber etwas schneller für den besonderen Kick: Das Tempo bestimmen Sie. Wer Angst vor Stürzen hat, sei unbesorgt, Schoner und Helm sind bei der Miete inklusive.
 
Seilpark Ausflüge
 

Nervenkitzel in luftiger Höhe

Von Baum zu Baum klettern und dabei Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn herausfordern – die Seilparks und Hochseilgärten der Schweiz fördern auf erlebnisreiche Art die Fitness der ganzen Familie – frei von Hektik und Stress. Speziell Kinder profitieren im Alltag von solchen Erfahrungswerten, wenn sie ihre persönlichen Grenzen ausloten und sich am Ende über die erbrachte Leistung freuen können.

Zusammen mit dem Naturerlebnis bieten die vielen Elemente Möglichkeiten, seine eigenen Grenzen kennenzulernen und zu überwinden. Natürlich steht bei dieser Freizeitbeschäftigung der Spass im Vordergrund und wird meist mit Nebenerlebnissen rund um den Seilpark abgerundet. Die Parcours sind ohne spezielle Fähigkeiten und Vorkenntnisse begehbar und so für jedermann ein Vergnügen.

Der Sprung ins kühle Nass

Wenn die Sonne vom Himmel brennt und das Thermometer immer weiter steigt, verbringen wir den Tag am liebsten in der Nähe eines Gewässers. Wer aber nicht nur auf der faulen Haut, beziehungsweise auf dem Handtuch liegen möchte, dem sei eine Fahrt auf einem Schlauchboot ans Herz gelegt.

Weil dabei Ein- und Ausstiegsstelle kilometerweit entfernt liegen und meist Bring-und Holdienst oder zwei Autos erforderlich sind, lohnt es sich, auf geplante Schlauchboot-Touren auszuweichen. Reisen Sie beispielsweise mit dem Zug nach Thun, nehmen Sie dort Ihr Boot in Empfang und geben Sie es in Bern wieder ab – und geniessen Sie dazwischen eine entspannte Fahrzeit von drei Stunden.

Nach Belieben kann auf der Strecke angehalten werden, Grill- und Feuerstellen gibt es entlang der Aare jede Menge. Das Wasser lädt zum Hineinspringen und Schwimmen ein und der Wechsel von langsamen und schnellen Strömungen sorgt für viel Action – vor allem bei den Junioren.
 
Mother and daughter lie near campfire with grill and barbecue; focus on meat
 

Anfassen erlaubt!

Von kaum etwas lassen sich Kinder so sehr begeistern wie von der Vielfalt der Tierwelt. Es müssen aber nicht immer nur Löwen, Affen, Zebras oder Krokodile sein, die man aus sicherer Distanz durch Gitterstäbe oder Glasscheiben hindurch beobachtet. Denn egal, wie gross oder artenreich ein Zoo ist, eines kann er den Kindern nicht bieten – die direkte Nähe zum Tier.

In den Schweizer Streichelzoos hingegen gilt klar das Motto: Streicheln erwünscht, füttern erlaubt! Häschen von Stein zu Stein hoppeln sehen, sich von einer Ziege ins Gesicht meckern lassen und mit ihr das Popcorn teilen oder unter seinen Fingern das wollig-weiche Fell eines Lämmchens spüren – mehr braucht es eigentlich nicht!

Ein besonderer Geheimtipp eines wirklich einzigartigen Streichelzoos sei an dieser Stelle verraten: «Johns kleine Farm» in Bern. Im Herzen des Kleinzoos befindet sich eine 700 Quadratmeter grosse Streichelanlage. Der Besucher ist hier mittendrin bei den Alpakas, Kamelen, Lamas, Minischweinen, Zwergeseln und -ziegen, oder chinesischen Muntjaks, die in einer Art Wohngemeinschaft leben.

Der Besucher darf am Zooalltag teilhaben, sei dies durch Erklärungen zu den Tieren, anhand eines Blicks hinter die Kulissen oder durch Führungen. Wer aber doch nach einer etwas exklusiveren Artenvielfalt interessiert ist, dem sei ein Besuch in einem Natur- oder Tierpark empfohlen. Mitten in Hektaren von ursprünglicher Natur werden die Besucher von Hirschen, Wölfen, Bären, Luchsen oder auch Greifvögeln erwartet, die sich aus nächster Nähe beobachten lassen.
 
Mädchen im Strechelzoo
 

Unspektakulär statt actionreich

Manchmal ist aber weniger mehr. Es muss nicht immer kollektiver Fun im neusten Erlebnispark, Adrenalinstoss auf der frisch eröffneten Wildwasserbahn oder eine lebensechte Fantasiewelt in 3D sein. Vordergründig unspektakuläre Erlebnisse sind es häufig, die den Kindern haften bleiben.

Ein Naturpflaster aus Waldkräutern zum Beispiel, das einem die Grossmutter ums aufgeschlagene Knie gewickelt hat. Die frischen Tierspuren im Schnee, die nur der Vater kannte. Oder das Zuspitzen eines dicken Steckens mit dem allerersten eigenen Sackmesser.

Bei Familienausflügen steht das Miteinander im Vordergrund. Für einander Zeit haben, ist manchmal eben wichtiger als Action und Adrenalin.