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Gesundheit bleibt das wichtigste Gut

Erziehung Für Eltern ist es das wohl grösste Schreckensszenario: Der Nachwuchs ist krank und leidet unter Schmerzen. Die Grunddevise der Mediziner lautet: keine Panik. Ein Überblick über Alltagskrankheiten und wie Mama und Papa am besten darauf reagieren.

Miriam Dibsdale

Neugeborene sind robuster als man meinen könnte. Sie sind vor Krankheiten relativ gut geschützt. Das haben sie zu einem grossen Teil der Mutter zu verdanken, beziehungsweise der Muttermilch, sagen Mediziner. Denn Muttermilch versorgt das Baby ausreichend mit Abwehrstoffen. Dementsprechend häufen sich Krankheiten in den meisten Fällen erst nach dem Abstillen, oder sobald Beikost verabreicht wird. Für Ärzte besteht aber auch dann kein Grund zur Aufregung, denn insbesondere Erkältungen sind in den ersten Lebensjahren ganz normal – der Aufbau des eigenen Immunsystems benötigt Zeit. Infekte sind überdies notwendig, damit der Körper des Kleinen ein stabiles Abwehrsystem gegen gängige Krankheitserreger aufbauen kann, heisst es bei swissmom.ch, dem Online-Fachportal für Eltern.

 

Eine vermeintlich besondere Infektneigung mit vielen Infektionen pro Jahr sei damit grundsätzlich normal und reguliere sich im späten Vorschulalter oder Schulalter von allein, wenn das Abwehrsystem gereift ist.
Viele Eltern geraten besonders dann in Sorge, wenn ihr Kind nur noch schwer durch die Nase atmen kann. Experten empfehlen für diesen Fall Nasentropfen speziell für Babys. Eine Koch- oder Meersalzlösung stellt ebenfalls ein probates Mittel dar. Ein weiteres häufiges Übel sind Probleme mit der Verdauung. Das hängt damit zusammen, dass der Verdauungsapparat des Babys erst lernen muss, mit den verschiedenen Nahrungsmitteln umzugehen. Es kommt darum häufig vor, dass Säuglinge in den ersten Lebensmonaten mit Koliken, Verstopfungen, Durchfall oder Erbrechen zu kämpfen haben. Grundsätzlich sind diese Symptome noch kein Grund zur Beunruhigung, auch leichtes Erbrechen direkt nach dem Trinken ist vollkommen normal. Aufpassen sollten Eltern dann, wenn sich das Erbrechen häuft oder wenn ihr Kind mehrmals täglich grünen, wässrigen Stuhl ausscheidet. Bei Fragen und Unsicherheiten sollte man einen Arzt aufsuchen.

 

Allergien sind bereits bei Neugeborenen ein Thema, denn viele Unverträglichkeiten zeigen sich schon während der ersten Lebensmonate. Häufig handelt es sich um Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel, die sich in Form von Ausschlägen äussern. Doch auch asthmatische Reaktionen können auftreten. Zudem sind manche Babys und Kleinkinder schon von denselben Allergien betroffen, wie Erwachsene:

 

Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pollen lösen bei ihnen allergische Reaktion aus. Besteht Verdacht auf eine Allergie, sollte eine medizinische Abklärung getroffen werden, wobei auch gleich der Grad der Reaktion bestimmt werden kann.

 

Typische Kinderkrankheiten

Der Begriff «Kinderkrankheiten» beschreibt Erkrankungen, welche die meisten Menschen bereits im Kindesalter durchlaufen. Dazu gehören beispielsweise die Windpocken, Masern oder Mums. Gegen die meisten dieser Erkrankungen kann man sich impfen lassen. In den meisten Fällen geben Kinderkrankheiten keinen besonderen Anlass zur Sorge. Sie sind vor allem lästig und strapaziös für das betroffene Kind. Experten empfehlen aber dennoch Schutzimpfungen, da diese Krankheiten trotz allem in Ausnahmefällen schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen können.

 

Gesund durch Bewegung

Wer die Gesundheit des eigenen Kindes fördern will, sollte sich aber nicht nur auf Medikamente und Ernährung konzentrieren. Für die Kleinen ist es wichtig, dass sie von Anfang an ihre Motorik verbessern können. Angebote für Kinder und Eltern sind  zahlreich.

 

Zu den bekanntesten gehört das gemeinsame Turnen, entweder mit der Mutter oder dem Vater (Muki-, bzw. Faki-Turnen). Die Vorzüge liegen auf der Hand: Die Kleinen lernen spielerische Bewegung unter Aufsicht der Eltern und einer zusätzliche Lehrperson. Dabei kommen sie in Kontakt mit anderen Kindern und für die  Erwachsenen besteht die Möglichkeit zum Austausch.

 

Eine weitere Möglichkeit sind Schwimmkurse für Babys. Klingt abenteuerlich, ist aber schon für Knirpse im Alter von zehn Wochen möglich. Bei einem gemeinsamen Schwimmkurs mit den Eltern kommen die kleinen erstmals richtig in Berührung mit Wasser. Erfahrungen von Anbietern zeigen, dass sich Babys in dieser Umgebung sofort wohlfühlen und auf sanfte Art und Weise ihren Bewegungsapparat erforschen können. Je nach Alter des Kindes sind verschiedene Kurse buchbar. Das Schweben im Wasser schafft Selbstvertrauen und macht Spass. Laut Anbietern ergeben sich auch gesundheitliche Vorteile: Der Wasserwiderstand massiert die Babys sanft, die Durchblutung wird angeregt, die Atmung gekräftigt, das Immunsystem gestärkt sowie der gesunde Muskelaufbau gefördert. Dies wirke sich präventiv gegen Haltungsschwächen aus. Babyschwimmer sollen zudem länger und ruhiger schlafen, sind ausgeglichener und haben einen tieferen Ruhepuls. Durch die intensive Bewegung im Wasser wird zudem die Verdauung angeregt.