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Alpkäse ist die führende Genussmarke in der Schweiz

Gut und nahrhaft: Alpkäse ist ein hochwertiges Naturprodukt

Gesundheit Auf über 1400 Alpkäsereien werden jährlich rund 5200 Tonnen Alpkäse verarbeitet. Wer nicht selber auf den Bergen unterwegs ist, kann das Leben und Käsen auf dem Aelpler-Blog alpgeschichten.ch mitverfolgen.

Miriam Dibsdale

Alpkäse ist ein aus Schweizer Alpmilch hergestelltes Genussprodukt. Die Bezeichnung darf nur verwendet werden, wenn die Milchproduktion und die Verkäsung tatsächlich auch auf einer Alp stattgefunden haben.

Die Qualität hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau stabilisiert,

sagt Martin Rüegsegger von der Vereinigung Schweizer Alpkäse. Gründe dafür sind die gezielte Beratung, ein professionelles Kursangebot und nicht zuletzt das grosse Engagement der Alpkäsereien. Von den rund 100‘000 Tonnen Alpmilch werden knapp 60 Prozent direkt auf der Alp zu Käse verarbeitet – was rund drei Prozent der Schweizer Käseproduktion entspricht.

Wo es Alpkäse zum Probieren und Kaufen gibt

 

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Über das ganze Jahr erhalten Sie Alpkäse im Fach- und Detailhandel. An über 100 Tagen verköstigen Produzenten Ihre Produkte an diversen Verkaufsstellen in der Schweiz. Fragen Sie das Verkaufspersonal, woher der Käse kommt und geniessen sie diese Spezialitäten. Bestellen sie zum Beispiel auf der Website der Urner Alpkäseproduzenten unter www.urneralpkäse.ch online oder wählen Sie eine dort unter “Verkauf“ aufgeführte Verkaufsstelle in Ihrer Nähe aus.

 

Gesund für Herz und Kreislauf

Der Genuss von Alpkäse wirkt sich günstig auf das Herz-Kreislauf-System aus. Dank den Alpgräsern und Kräutern enthält die für die Herstellung verwendete Milch wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Und auch wer an Laktoseintoleranz leidet, kann den Alpkäse ohne Bedenken essen, weil Alpkäse in der Regel Hart- und Halbhartkäse sind. Der Milchzucker geht beim Käsen zum grossen Teil in Molke über und der Rest wird während der Reifung abgebaut.

Genusskäse Nr. 1

Gemäss einer Konsumentenbefragung des Marktforschungsinstituts Nielsen, ist Alpkäse die führende Genussmarke in der Schweiz. 57 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Alpkäse ein Produkt für Geniesser ist.

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Entsprechend ist die Marke auch positioniert. Angesprochen werden Konsumenten und Konsumentinnen, die bewusst naturnahe, hochwertige und gesunde Produkte einkaufen und bereit sind, dafür auch einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Nachhaltigkeit ist ihnen wichtig; sie schätzen die Vielfalt der Schweizer Kultur und die Schönheit der Alpen und achten darauf, diese mit ihrem Einkaufsverhalten zu unterstützen und zu erhalten.

Auf dem Aelpler-Blog den Alpsommer hautnah miterleben

Seit sechs Jahren schreiben Aelpler-innen online über ihren Alltag. Unterdessen haben sich interessante Begebenheiten aus den Kantonen, Bern, Graubünden, Schwyz, Glarus, St. Gallen, Wallis, Waadt und Fribourg angesammelt, welche im Archiv online und für jedermann zugänglich bleiben!

Die Verarbeitung von Alpmilch zu Alpkäse wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und kommentiert. Entdecken Sie, welches Engagement hinter diesem Genussprodukt steckt. Besuchen Sie regelmässig den Alpgeschichten-Blog und kommentieren Sie die Beiträge unter www.alpgeschichten.ch. Ihre Meinung, eigene Erfahrungen und Fragen interessieren uns!

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Lydia Büsser-Tschudi schreibt von der Alp Heuboden, deren Weiden auf 1200 bis 2000 m ü. M. liegen. Am 13. August 2015 hat sie unter anderem folgende Zeilen geschrieben:

Ein einfaches Leben, ohne Komfort, nur mit dem nötigsten ausgestattet, ist nicht jedermanns Sache.

«Vielleicht ist ja gerade das Einfache, das Faszinierende. Gekocht wird wie zu Grossvaters Zeiten auf dem Feuer, mit der grossen, verkohlten Lochpfanne. Das Feuer züngelt direkt an die Pfanne und wenn man nicht höllisch aufpasst, riecht es dann schnell einmal verbrannt. Geschlafen wird unter dem alten Gebälke des Alpstalles.

Es ist eine einfache Lebensweise mit wenig Privatsphäre, doch mit Lea, Remo und Thomas hat Fritz ein gutes Alpteam.»
Erika Rhyner von der Alp Empächli, welche im wunderschönen Wander- und Skigebiet von Elm liegt, hat am 27. Juli 2015 geschrieben, worauf es bei der Alpkäseproduktion ankommt:
«Bei Alphornklängen gelingt der Käse besonders gut. Alpkäse machen braucht Fingerspitzengefühl, Herzblut, Liebe und etwas Wissen und Erfahrung. Beim Schaukäsen werde ich immer wieder gefragt: “Was ist ganz wichtig beim Käsen oder was macht einen guten Käser/Käserin aus?”

Gar nicht leicht zu beantworten. Für mich fängt es mit der Liebe zum Produkt an. Alpkäse ist ein edles Produkt beim dem viele Faktoren mitwirken. Gute Milch setzt ein gesundes Euter voraus. Dies fängt bei der Melkhygiene an, geht über die Beziehung zum Tier, das Wetter, die Wege, welche die Kuh zurücklegen muss, um zur Weide zu gelangen, das Futterangebot, die Robustheit des Tieres.

Für mich ist wichtig, dass ich mich dem Käsen jeden Tag mit allen Sinnen hingebe. Jeder Tag ist ein neuer Tag und erfordert meine ganze Aufmerksamkeit vom Melken, übers Käsen, der Reinigung des Melkgeschirres und der Käseutensilien und ganz gewiss der Käsepflege im “Chäsgadä” (Käsespeicher). Das ist der Ort, der mich, und hier sei Dank dem ganzen Team, mit Stolz erfüllt.»

Wenn jeder nach seinen Kräften und seinen Fähigkeiten das Beste gibt, ist schon viel zum Gelingen eines guten Alpkäses getan.

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Efraim schreibt von der Alp Steistoos am 7.August 2015 in seinem Beitrag:
«…im Käsekeller, dort wo unsere Schätze lagern, dort wird die Arbeit immer mehr. Jeden Tag kommt neuer Käse dazu und dieser will sorgfältig gepflegt sein. Unser Alpkäse wird täglich gewendet und mit Salzwasser eingerieben. Nur so bekommt er eine gepflegte, schöne Rinde und sein cheibe chüschtiges Aroma.

Das ist eine schöne Arbeit, man hält jeden Tag das Resultat seiner Arbeit in den Händen. Sieht, wie der Käse reift und sich verändert. Erinnert sich an einzelne Tage („das isch de Chäs, wo du de ganz Morge so verruckt gsi bisch…“) und freut sich auf den Moment in zwei, drei Jahren, wenn er dann schlussendlich auf dem Hobel landet.»