Schwangerschaftsbauch mit Händen

Viele Frauen haben Angst, doch das muss nicht sein

Keine Panik vor dem ersten Baby – Was werdende Mütter wissen müssen

Erziehung «Sie sind schwanger!» Dieser Satz löst bei den meisten Frauen grosse Freude aus. Schnell gesellt sich bei vielen aber auch ein Gefühl der Angst dazu, schliesslich weiss «frau» gerade beim ersten Kind gar nicht, was auf sie zukommt.

Ivonne Kley

Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit. Besonders, wenn es sich um das erste Baby handelt, kreisen die Gedanken der meisten Frauen um kaum etwas anderes, als die Geburt und die Zeit danach. Ob der unbekannten Situation sind diese Gedanken leider oft sorgenvoll.

Ist mein Baby gesund?

Die grösste Angst aller werdenden Mütter ist, dass ihr Baby krank sein könnte. Natürlich gibt es keine 100-prozentige Garantie, aber jede Mama in spe sollte sich vor Augen führen, dass im Normallfall alles gut geht. 97 Prozent aller Babys kommen gesund zur Welt. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen und die Möglichkeiten der modernen Diagnostik räumen meist alle unnötigen Sorgen aus dem Weg.
 
Ultraschall Schwangerschaft
 

Bin ich dem Muttersein gewachsen?

«Meine Arbeit war immer mein Leben», sagt Nina (38). «Ich wusste nicht, ob ich eine gute Hausfrau und Mutter sein kann». Mittlerweile ist ihr Sohn Ben elf Monate alt und ihre Sorgen haben sich als unnötig erwiesen. «Alles, was ich vorher dachte, dass ich nicht schaffe, klappt ganz wunderbar». Dem eigenen Instinkt vertrauen ist schon die halbe Miete. Für den Rest sorgt am besten eine Hebamme. Sie steht mit Rat und Tat zur Seite und zeigt der Jungmami alles, was sie über die Pflege des Säuglings wissen muss.

Dem eigenen Instinkt vertrauen ist schon die halbe Miete.

Für alle, die sich nicht sicher sind, ob sie der Aufgabe gewachsen sind, gilt: Einfach Hilfe holen! Grosseltern einspannen oder eine Putzfrau engagieren. Das erleichtert den Start als Familie.

Die Frage: Wie wird ein Kind mein Leben verändern?

Die Antwort: Sehr! Die Zeiten, in denen man unabhängig und nur für sich selbst verantwortlich war, sind vorbei. «Man kann nicht einfach eben mal los etwas erledigen» sagt Isabel (40), Mama von Marissa (sechs Monate). «Das Baby ist immer dabei». Und das bedarf strategischer Planung.
 
Baby mit Mutter
 
Ist die Wickeltasche gepackt? Sind Wechselklamotten drin? Schoppen muss mit, Pulvermilch und Schmusetuch ebenfalls. Und keinesfalls den Nuggi vergessen. Und ist endlich alles parat, ist die Windel voll oder das frisch angezogene Kleidchen vollgekötzelt. «Mit Kind funktioniert nichts mehr nach Plan», sagt Isabel, «und dennoch kann man sich ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen!»

Wichtig ist es, hin und wieder Freiräume zu schaffen und etwas nur für sich zu tun, denn neben der schönen Aufgabe Mami zu sein, ist man immer noch ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen.

Mit Kind funktioniert nichts mehr nach Plan.

«Mein Tipp an alle werdenden Mütter ist, einfach entspannt zu bleiben», rät Nina. «Das Meiste klappt von ganz allein». Wer sich auf seine Intuition und seinen gesunden Menschenverstand verlässt, ist gleich weniger angespannt. Und ist die Mama ausgeglichen und entspannt, ist das meist auch der Nachwuchs.